Die Gemeinde von Cavriana, eine alte Hügelortschaft, die zu den hochgradig charakteristischen des Moränengebietes zählt, hat vorgeschichtlichen Ursprung – bezeugt durch zahlreiche archäologische Fundstücke aus den Hügeln (die ältesten gehen auf die Neusteinzeit zurück, V. Jh. v. Chr.).

Cavriana

Im Mittelalter war der Ort durch eine Burg befestigt, in der sich ab dem XV. Jh. der Hof der Gonzaga zusammen fand. Von den Österreichern Mitte des XVIII. Jh. zerstört, verbleiben heute die zur Verteidigung errichteten Mauern sowie der Mittelalterliche Turm, zu Füßen dessen sich die Villa Mirra Siliprandi erhebt – eine elegante, vom Geschlecht der Gonzaga errichtete Villa des XVIII. Jh., die im Lauf der Zeit Renovierungen und Veränderungen erfahren hat und heutzutage neben Ausstellungen und Zusammenkünften während des traditionellen San-Biagio-Jahrmarkts die Süßwarenschau „Dulcissima“ beherbergt. Das Gebäude bewahrt außerdem in einem Teil das Archäologische Obermantuanische Museum, eines des bedeutendsten der Lombardei.

Knapp außerhalb der Ortschaft gelangt man längs einer baumbestandenen Allee zur Pfarre S.Maria, ein romanisches Bauwerk des XI. Jh., mit charakteristischer Ziegel- und Steinfassade und Spuren von Fresken des XII.-XIV. Jh. im Inneren. Die Pfarrkirche ist zweifellos eine der eindrucksvollsten Sakralbauten der gesamten Provinz und bietet von der Hügelkuppe aus ein Panorama, das sich bis zum emilianischen Apennin ausdehnt.

Cavriana zeigt sich als angenehmer Ort fern von Schwüle und Umtrieb, aber gleichzeitig als aktives und dynamisches Zentrum vom sozialen und kulturellen Standpunkt aus. Das gesamte Territorium unterliegt, weil naturalistisch wertvoll und interessant, dem Umweltschutz und wird von zahlreichen Radtouristikwegen durchquert. Der Ortsteil Bande di Cavriana wurde auf Grund seiner Pfahlbauten im Jahr 2011 unter die Stätten des Unesco-Humanitätserbes aufgenommen.

Schutzheiliger: San Biagio
Wochenmarkt: Samstag (8:00 – 13:00) in Via Porta Antica