In einer Panoramaposition gegen die Ebene und den Gardasee gelegen, besitzt Solferino eine Landschaft mit sanften Anhöhen, welche sich in einigen Senkungen als wasserreich erweisen, in denen sich undurchlässige Erdschichten abgelagert haben.

Solferino

In diesen Zonen lassen sich noch Feuchtgebiete, Tümpel und kleine Seen finden. An den am tiefsten gelegenen Stellen kommen Torflager vor, Spuren der ehemaligen intermoränischen Seen.

Der Ort ist stark an die Erinnerung der Schlacht vom 24. Juni 1859 gebunden, eine der entscheidendsten Kampfhandlungen des italienischen Risorgimento. Während des Zweiten Unabhängigkeitskrieges waren Solferino und San Martino nämlich Schauplatz des blutigen Gefechts zwischen den Armeen des Piemont und Frankreichs einerseits, und der Österreichs andererseits, die besiegt daraus hervorging. An diese tragischen Ereignisse erinnert der örtliche Monumentalkomplex, der aus dem Museum, der Beinhauskapelle, der Burg sowie dem Rotkreuz-Memorial besteht. Eine der schönsten Plätze in den Hügeln ist sicherlich die Fläche, auf der sich die mittelalterliche Burg erhob und die vom Fürsten Orazio Gonzaga im XVI. Jh. grundlegend verändert und zu seiner Residenz umgeformt wurde. Sie hat einen rechteckigen Grundriss, ist teilweise noch von den alten Mauern umringt und an einigen Stellen von einer Häuserkurtine abgegrenzt. Auf dem Schlossplatz werden jedes Jahr hochwertige Veranstaltungen abgehalten.

Der Ort ist auch berühmt wegen der Doc-Weine (denominazione di origine controllata – kontrollierte Ursprungsbezeichnung) der Moränenhügel sowie seiner Küche, worunter der “Capunsèl di Solferino” (ein schmackhafter Brotknödel, der als erster Gang serviert wird) das Exzellenzgericht darstellt.

Schutzheiliger: San Nicola
Wochenmarkt: Samstag Nachmittag in Piazza Marconi