Zauber um Zauber fügt sich der Reiz an, den einzig die geschichtliche Erinnerung vermitteln kann. Eine häufig blutige Geschichte dieses Grenzlandes, das - eingezwängt zwischen militärischen und politischen Interessen –ihr unvergessliches Szenarium war....

GESCHICHTE

Zauber um Zauber fügt sich der Reiz an, den einzig die geschichtliche Erinnerung vermitteln kann. Eine häufig blutige Geschichte dieses Grenzlandes, das - eingezwängt zwischen militärischen und politischen Interessen –ihr unvergessliches Szenarium war. Seit der Jungsteinzeit besiedelt, hat dieses Gebiet jede Epoche der Menschheitsgeschichte voll erlebt.

Von der Niederlassung von Jäger- und Bauerngruppen, welche die Ufer der zwischenmoränischen Seen bewohnten und Pfahlbaudörfer errichteten, zur Ausbreitung der Etrusker-Kolonisation, über die Besetzung durch die zisalpinischen Gallier, bis zur Eroberung durch Rom. Kulturen, die sich um das Territorium und seine Reichtümer stritten und ihren unmissverständlichen und wertvollen Stempel in den diversen Ortschaften der Zone hinterließen.

Im Mittelalter nahm das Gebiet strategische Bedeutung an und wurde Objekt der Streitigkeiten zwischen den Herrscherhäusern der Scaligeri von Verona, der Gonzaga von Mantua und der Visconti von Brescia und Mailand.

Nach dem XV. Jh. wurde es umstrittenes Land zwischen der Vorherrschaft Venedigs und den Besitzungen der Gonzaga, um im XVIII. Jh., nach dem Verfall der großen Dynastie Mantuas, unter den Österreichern zu enden, bis zum Zweiten Unabhängigkeitskrieg (1859), als es Kriegstheater des Risorgimento wurde, insbesondere mit der Schlacht von Solferino und San Martino della Battaglia. Zusammenstöße, die heute auf Bücherseiten gedruckt sind, menschliche Wechselfälle, die hier zu Erzählungen werden und von Erinnerung zu Erinnerung eilen – mit peinlicher Sorgfalt in der Volkstradition und der Pflege aufbewahrt, mit der es verstanden wurde, die geschichtlichen und künstlerischen Werte zu hüten.